Meyerholds »uslovnyj teatr« oder Groteske auf dem Scheitelpunkt. Theaterkunst zwischen Russland und Europa in der Moderne des 20. Jahrhunderts (Arbeitstitel)

Die Dissertation befasst sich mit der osteuropäischen Theateravantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zentraler Gegenstand dabei ist die Tätigkeit des russischen Regisseurs und Theatererneuerers Vsevolod Ė. Meyerhold und seine hierfür grundlegende Konzeption des »uslovnyj teatr«, welche er 1912/13 in seinem Hauptmanifest »Balagan« (Jahrmarkttheater) formulierte. Den Ausgangspunkt und Rahmen bildet eine exemplarische Inszenierungsarbeit Meyerholds in Moskau …

Theaterlobby gegen Zirkus. Zur Wende im Kräfteverhältnis zweier Theaterformen zwischen 1869 und 1918 in Berlin

Die Dissertation widmet sich dem Verhältnis von Zirkus und Theater im sogenannten langen 19. Jahrhundert in Berlin. Im Forschungszeitraum wurde das Bildungs- und Literaturtheater kontinuierlich aufgewertet und ab 1918 als Institution der Hochkultur etabliert. Um 1850 erlangte auch der Zirkus einen festen Platz in der deutschsprachigen Theaterlandschaft und trat mit dem bürgerlichen Theater in Konkurrenz …

Szenen bürgerlicher Festkultur. Frankfurt a.M. zwischen Nostalgie und Zukunftslust um 1900.

Ausgehend von bislang unerforschten Archivmaterialien aus der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln zur Frankfurter Festkultur geht das Promotionsprojekt der Frage nach, inwiefern sich theatrale und performative Praktiken am Ende des 19. Jahrhunderts an der Formatierung neuer Wahrnehmungsformen und an der Akzeptanz neuer Technologien und Medien beteiligen.  Dabei ist zum einen die zeitliche Fokussierung bedeutend – das Ende des 19. Jahrhunderts als eine Zeit des Aufbruchs in die Moderne …

Dramaturgie als diskursive Schaltstelle. Relationen zwischen Theater und Gesellschaft in der BRD der 70er Jahre (Arbeitstitel)

Im Zentrum dieser Dissertation stehen theaterdramaturgische Verfahren im Kontext der Bundesrepublik Deutschland der 1970er Jahren, mit besonderem Fokus auf Produktionsdramaturgie. Dabei sollten die Arbeitsweisen von Dramaturg*innen sowie ihre jeweils unterschiedlich gestaltete Teilnahme an der Ensemblearbeit anhand konkreter Beispielfälle aus der damaligen bundesdeutschen Theaterlandschaft (Schaubühne am Halleschen Ufer Berlin, Schauspiel Stuttgart und Schauspielhaus Bochum, Staatliche Schauspielbühnen …

Enter Oberammergau. Zur Konstituierung und Institutionalisierung des hybriden Raumes Oberammergau seit dem 19. Jahrhundert

Unter dem Arbeitstitel „Enter Oberammergau. Zur Konstituierung des hybriden Raumes Oberammergau seit dem 19. Jahrhundert“ widmet sich das Promotionsvorhaben Oberammergau und seinem Passionsspiel aus raumtheoretisch-szenographischer Perspektive und untersucht den „Raum Oberammergau“ in seinem historischen Wandel ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Auf der Grundlage von quellenanalytischen Studien stehen im Fokus der Forschung sowohl Fragen nach …

Traditioneller Fortschritt. Die elektrische Moderne im provinziellen Hoftheater

Das Dissertationsvorhaben befasst sich mit der Technisierung und Elektrifizierung des Hoftheaters Stuttgart, also einem höfischen Theater abseits der großen Metropolen, um 1900. Das neue elektrische Licht wird in dieser Zeit mit Bedeutung aufgeladen, wird mit Konzepten von sozialem und kulturellem Fortschritt und bürgerlichem Zukunftsoptimismus verknüpft. Zugleich treten jedoch Zukunftsängste und ein Festhalten am Bestehenden auf. …

Theaterausstellungen, Ausstellungsmedien und Geisteswissenschaften um 1900

Das Dissertationsprojekt widmet sich drei großen Theaterausstellungen: die Internationale Ausstellung für Musik- und Theaterwesen Wien 1892, die Deutsche Theaterausstellung Berlin 1910 und die Deutsche Theater-Ausstellung Magdeburg 1927. Diese Ausstellungen präsentierten einem breiten wie einem fachlichen Publikum zeitgenössische Theaterkunst, Theatergeschichte, Theaterindustrie und ‑gewerbe sowie die Beziehungen des Theaters mit anderen Künsten und Medien.  Anhand der drei …

Von Theater- und Gesellschaftsvorstellungen: Theatralität und Jüdisch-Sein in der Wiener Moderne

Die theatrale Dimension jüdischer Erfahrung in der Moderne ist Ausgangspunkt des Dissertationsprojekts, das Jüdische Geschichte und Theatergeschichte des Wiener Fin de Siècle verbindend befragt. Es verfolgt dabei anhand von historiographischen Materialstudien die Aushandlung von jüdischer Zugehörigkeit im Zusammenhang mit der Marginalisierung und Legitimation bestimmter Theatertraditionen. Diese theater- und kulturhistorischen Verdrängungs- und Aufwertungsprozesse werden im Gefüge …